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Cybermobbing

Eigentlich wollte ich den einen Artikel, den ich gestern gelesen habe, nur „rebloggen“. Eine tolle Funktion von WordPress. Aber dann dachte ich mir, der Artikel ist viel zu wichtig, als dass man ihn einfach nur mit einem Link weiter gibt. Gestern bei Facebook habe ich zwar den Link einfach so geteilt, damit viele Menschen erreicht werden, aber er lässt mich nicht los und so schreibe ich einige kurze Zeilen dazu.

Vor einigen Wochen habe ich einen Artikel verfasst, über den Umgang mit Menschen, insbesondere Blogger untereinander. Falls ihr nicht mehr wisst welchen ich meine, hier der Link dazu. Aber darum geht es nur zweitrangig. Ich hatte damals schon das Mobbing angesprochen. Es stellte sich heraus, dass es wohl nicht genug war. Kurz nach dem Artikel ging es auch schon los. Eine FB-Freundin wurde regelrecht fertig gemacht und im Nachhinein hab ich erst gesehen, wie schnell so etwas wirklich geht.

Diese Freundin hat dazu jetzt einen Artikel verfasst, um auch anderen Betroffenen zu helfen. Sie hat sich Hilfe beim LKA und STA geholt und die Leute, die ihr das angetan haben, angezeigt. Leider holt sich nicht jeder Hilfe bei der Polizei. Sie verkriechen sich, weil sie denke, es ist ihre Schuld und keiner kann ihnen helfen. Deren einziger Ausweg ist dann der Selbstmord. Petra von Meine Buchtipps hat einige Artikel dazu gelesen und es ist erschreckend, wie viele Jugendliche keinen anderen Ausweg mehr sehen. Dabei ist es auch egal ob Mädchen oder Junge.

Hier geht es zum Artikel von Meine Buchtipps

Ein Absolut lesenswerter Artikel, der auch gleich aufzeigt, was man alles gegen Mobbing tun kann. Falls ihr betroffen seid, schweigt nicht, sondern öffnet euch. Gerne könnt ihr mir auch eine Mail (bookrecession@gmail.com) schreiben und ich versuche dann auch (bin da leider kein Experte, aber ich kann gut zuhören und vielleicht helfen) zu helfen. Ihr seid nicht alleine!

Die Opfer wissen nur zu gut, wie es ist, so behandelt zu werden. Damit es gar nicht erst dazu kommt, würde ich raten, dass da auch mehr in den Schulen gemacht wird. Es gibt einige gute Bücher dazu, zum Beispiel „Ich blogg dich weg“ von Agnes Hammer (Rezension von mir) oder auch hat Vero von „Drei Groschen Poesie“ gerade gestern passend zum Thema drei Bücher vorgestellt, die auch eine gute Grundliteratur bilden.

Was mich an der ganzen Sache so erschreckt, ist, dass es so verdammt schnell gehen kann. Gerade im Netz ist man da überhaupt nicht sicher. Es geht so schnell, da die Leute ja anonym sind und sich nichts dabei denken. Ich vermute, dass viele gar nicht wissen, was sie den Leuten antun. Ok, es gibt immer Lästereien, die man als Ventil benötigt, aber wo fängt das Mobben an? Es ist, finde ich, ein schmaler Grad und es ist echt schwierig, den nicht zu überschreiten. Früher in der Schule war das noch einfach. Sobald man aus der Schule war, hörte das Mobbing auf. Man wollte dann zwar nicht mehr unbedingt zurück in die Schule, aber man war außerhalb relativ sicher. Heutzutage kann man den sich nicht mehr entziehen und schwups sind total fremde Personen da, die über einen herziehen, obwohl die einen gar nicht kennen.

Mel

Copyright liegt bei Melanie Döring. Zuwiderhandlung führt zu empfindlichen Strafen. Zur Nutzung einzelner Auszüge, fragen sie dies bitte an bei bookrecession@gmail.com an.

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Eingeordnet unter Allgemein

Ich blogg dich weg; Agnes Hammer


vom Loewe Verlag
ISBN:978-3785577066

Mobbing. Eigentlich nicht neu, aber durch die sozialen Netzwerke nimmt es ein Ausmaß an, was ich nicht gedacht hätte. Da werden (vor allem Jugendliche) in der Öffentlichkeit, gedemütigt, beleidigt und schikaniert. Traurig aber war. Das Erschreckende ist, dass es so schnell geht. Innerhalb kürzester Zeit kann man die Leute „fertig machen“.
Berichten zu folge, haben sich auch schon einige dieser Personen umgebracht. Was treibt einen Menschen dazu, sich komplett aufzugeben und auch noch das zu glauben, was im Internet über einen gesagt wird? Ich glaube, dass ist schon sehr schwer zu verstehen und vielleicht deshalb holen sich die Betroffenen keine Hilfe. Sie schämen sich und glauben, was Fremde ihnen im Internet erzählen.

Die Schattenkämpferin von Schattenwege dachte sich, dieses Thema muss behandelt und öffentlich gemacht werden. Deshalb hat sie eine Wanderbuch-Aktion gestartet. Sie war der Meinung, dass „Ich blogg dich weg“ von Agnes Hammer unbedingt von vielen gelesen werden muss. Ich kann ihr da nur zustimmen. Ob es jetzt als Grundlage für den Deutschunterricht dienen sollte, möchte ich nicht weiter ausführen. Schlecht wäre es auf jeden Fall nicht. Agnes Hammer hat mit diesem Buch auf eine ganz wichtige Sache aufmerksam gemacht, die unbedingt besprochen werden muss. Ich meine auch in meiner Schulzeit wurde gemobbt, aber nicht in diesem Ausmaß. Heute landet sofort alles im Internet bei Facebook und YouTube und wer weiß wo sonst noch.

In dem Buch geht es um eine beliebte Schülerin (Julie), die eines Tages ohne ersichtlichen Grund öffentlich im Internet gemobbt wird. Es wird ein Fake-Facebook-Profil erstellt und Unwahrheiten über sie erzählt. Zusätzlich bekommt sie anonyme Mails, in denen sie bedroht und schikaniert wird. Julie schämt sich so sehr, dass sie erst mit Niemanden über diese Sache redet, aber auch als sie es macht, kann ihr nur bedingt geholfen werden, da es rechtlich noch eine ziemlich große Grauzone gibt. Die ganzen Anschuldigen und Drohungen machen aus Julie einen Schatten ihrer selbst. Bis es fast in einer Katastrophe endet.

Obwohl Julie selber gerade schwer unter Beschuss steht, hat sie sofort einen Verdacht und nur weil diese Person nicht dem „üblichen Standards“ entspricht. Für mich war das Ende keine so große Überraschung. Ich hatte mir schon recht früh gedacht, wer dahinter steckt. Schade, dass sich dieser Verdacht dann auch bestätigte. Wer es gewesen ist und ob Julie da wieder herausgekommen ist, müsst ihr selber nach lesen.

Mel

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