Blogtour „Flutwelle“ von A. A. Reichelt – Interview

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Teil 3

11. Hast du schon mal daran gedacht, dich in einem anderen Genre zu versuchen?

Ich schreibe ja bereits in mehreren Segmenten: Krimikomödien, Novellen, Jugendbücher und Lyrik. Jüngst habe ich bei einem Wettbewerb auch meine erste Liebesgeschichte eingereicht. Tatsächlich gibt es aber Genres, die mich noch reizen würden. Ein Thema, das ich besonders interessant finde, ist die Zeitreise. Sprich: Was passiert, wenn Menschen unterschiedlicher Epochen aufeinandertreffen? Nicht im Sinne eines Science Fiction Romans, sondern eher auf zwischenmenschlicher Ebene. So eine Geschichte besitzt noch mehr Potential, als das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, was ja auch bereits toll ist.

12. Hotel oder Zelt? Zelt

13. Was liest du als Autor eigentlich für Bücher? Ein besonderes Genre?

Die meiste Zeit verbringe ich mit der Bibel. Auch Klassiker sind mir recht: Sophokles, Schiller, Goethe. Aber besonders gern lese ich Novellen. Hauptmann, Thomas Mann. Auch die Existenzialisten Frankreichs finde ich wunderbar, Sartre oder Camus zum Beispiel. Und nicht zuletzt: Die drei ???

14. Fernseher oder Radio? Smart TV

15. Wir Blogger haben ja so unsere Heiligtümer, unsere Bücherregale. Wie sieht es bei dir aus? Magst du uns vielleicht ein Bild von deinem Regal zeigen?

Gerne.

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Der Autor hat uns auch einige Fragen gestellt. Hier dann meine Antworten zu seinen Fragen:

1. Es gibt heute ja nicht nur Verlage, sondern auch SelfPublishing Plattformen, sowie viele Unternehmungen, die sich irgendwo dazwischen positionieren. Ich selbst veröffentliche teils bei Verlagen, teils im SelfPublishing. Bemerkst Du einen Unterschied in der Qualität der entsprechenden Autoren? Sind Werke von Verlagen tendenziell besser als Bücher im Selbstverlag? Und ist damit verbunden ein Trend zu erkennen?

Auf dem ersten Blick merkt man keinen Unterschied. Aber die Selbstverlagsbücher sind meistens besser als die Verlagsbücher. Zumindest was das Lektorat und das Korrektorat angeht. Wobei man hier auch unterscheiden muss, was für ein SelfPublisher es ist. Einige nehmen das Veröffentlichen sehr ernst (ich kenn nur diese Sorte) und einige eben nicht so. Da wird dann auch gerne mal auf einen Lektor verzichtet. So etwas geht dann immer auf die Kosten der Autoren, die sich da wirklich reinknien. Ich habe bei Verlagsbüchern auch oft den Eindruck, es wird sich nicht ganz so viel Mühe gegeben. Bestimmte Sachen sind denen dann egal. Trotzdem wollen viele Autoren in einem Verlag unterkommen. Macht ja vielleicht auch was her, aber viel mehr Marketing bekommen die Autoren beim Verlag auch nicht. Der SelfPublisher muss zwar alles alleine machen, aber er hat auch dann alles in der Hand, und sei es nur die Rechte am Buch. Ich „arbeite“ ja mit vielen SelfPublishern zusammen und die meisten sind so gut, dass sie einen Verlag nicht nötig haben.

2. Derzeit ist in der Literaturwelt eine Tendenz zu vermeintlich ›veralteten‹ Textarten zu erkennen; es werden wieder deutlich mehr Kurzgeschichten, Anthologien und Novellen veröffentlicht. Wie beurteilst Du das? Hat dies Zukunft?

Keine Ahnung. Ehrlich gesagt, lese ich selten Anthologien. Kurzgeschichten sind gut, aber die müssen dann echt gut gemacht sein. Bei vielen, die ich so gelesen habe, fehlte der Tiefgang. Die Figuren blieben blass und nichtssagend zurück. Bei einigen Kurzgeschichten wurde man aber auch auf den Autor aufmerksam. Mir ist es tendenziell aber egal, ob Kurzgeschichte, Anthologie oder Novelle. Hauptsache sie sind gut gemacht und machen Spaß beim Lesen.

3. Viele Autoren schreiben unter mehreren Pseudonymen, aus Angst, der Leser könnte einen Qualitätsverlust vermuten, wenn sie beispielsweise 10 Bücher pro Jahr veröffentlichen. Was aber durchaus machbar ist, wenn die Schriftstellerei hauptberuflich ausgeübt wird. Ab wie vielen Büchern pro Jahr sollte Deiner Meinung nach ein Autor über ein Pseudonym nachdenken?

Ich finde, dass muss jeder Autor selbst entscheiden. Ich persönlich denke nicht, dass mehr Bücher im Jahr gleichzusetzen sind mit Qualitätsverlust. Ob ein Pseudonym sein muss, ist auch so eine Frage. Meistens denke ich nicht. Ich haben aber einige Autoren kennengelernt, die sich bewusst für ein Pseudonym entschieden haben, da diese mit Realnamen dann durch den Arbeitgeber Probleme bekommen könnten. Wenn man jetzt Grundschullehrer ist und Erotik-Romane schreibt, könnte das zu einem Interessenskonflikt werden. Vielleicht macht ein Pseudonym auch Sinn, wenn man in zwei sehr unterschiedlichen Kategorien schreibt. Aber solche Fragen sollten sich die Autoren selbst stellen. Mir wäre es egal wie viele Bücher ein Autor herausgibt.


Hier die teilnehmenden Blogs in der Übersicht:

Mel

Copyright liegt bei Melanie Döring. Zuwiderhandlung führt zu empfindlichen Strafen. Zur Nutzung einzelner Auszüge, fragen sie dies bitte an bei bookrecession@gmail.com an.

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein, Blogtour, Kurzgeschichte, Roman

2 Antworten zu “Blogtour „Flutwelle“ von A. A. Reichelt – Interview

  1. karin

    Huhu,

    Danke für das interessant geführte Interview.
    Das mit dem Pseudonym sehe ich persönlich etwas anderster. Denn ich finde, jeder sollte den Mut und auch die Courage haben zu seinen Romanen zugehen, egal in welche Richtung sie gehen mögen………
    Letztendlich geht es auch einen Arbeitgeber nichts an, was jemand in seiner Freizeit macht. Wenn er seine Arbeit gut und gewissenhaft macht oder?
    Aber gut das ist meine persönliche Meinung.

    LG..Karin…

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    • Hey Karin,
      ja, es sollte den Arbeitgeber nichts angehen, aber so einfach ist das leider nicht. Es wird einem immer eher schlecht ausgelegt. Aber jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, daher danke, dass du uns deine mitgeteilt hast.
      Lg Mel

      Gefällt mir

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