Afrikanischer Mond; Rita Maria Geitner

eBook

Flucht von Eritrea nach Deutschland

Afrika Mondtredition

Das Buch beschreibt die Flucht zweier Frauen und ein Kind aus Afrika nach Deutschland. Mala und Mbutha mit ihrer Tochter haben es nicht leicht. In ihrem Land herrscht Krieg und der Mann von Mbutha wurde sehr schnell durch die Armee getötet. Sie wollen nur noch weg und begeben sich auf eine gefährliche Reise. Was jetzt die Journalistin Iffi und ein Toter vor ihrer Haustür mit der Flucht der beiden Frauen zu tun hat, kann ich euch hier jetzt nicht verraten. Haben die beiden Sachen überhaupt etwas miteinander zu tun?

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven beschrieben. Einmal haben wir die Sicht der Flüchtlinge und einmal die Sicht der Journalistin. Hinzukommen später noch andere Sichten von anderen Personen, je nach dem in welchem Land wir uns gerade befinden. Alles etwas kryptisch? Tut mir leid. Besser kann ich es nicht beschreiben, ohne zu viel zu verraten. Der Schreibstil ist manchmal etwas anstrengend, da alles haarklein erklärt werden muss. Manchmal hatte ich das Gefühl ein Drehbuch zu lesen, als einen Roman. Wenn mehrere Personen in einem Raum sind, muss ich persönlich nicht wissen, was jeder einzelne macht oder sagt oder denkt. Normalerweise bekommt man so etwas in der Handlung mit, wer gerade spricht und was macht. Aber gut, mich stört so etwas, andere nicht. Das ist auch gut so. Ein anderer Punkt, den ich etwas komisch fand, sind Sachen, die erwähnt werden, aber ansonsten keine Bedeutung haben. Zum Beispiel wird vom schlechten Trinkwasser aus der Leitung geredet (so ein, zwei Sätze), fällt aber hinterher überhaupt nicht mehr ins Gewicht. Warum muss das dann erwähnt werden? Ok, vielleicht bin ich etwas kleinlich. Tut mir leid.

Am besten hat mir die Sicht der Flüchtlinge gefallen. Sie wird im Buch kursiv dargestellt und liest sich einfach gut weg. Es könnte daran gelegen haben, dass dieser Teil auch spannender war. Was passiert als nächstes? Schaffen sie alles so wie sie es sich vorgenommen haben? Welche Gefahren bestehen überhaupt? Vor allem da man einfach zu wenig über die Flüchtlingspolitik weiß. Ok, vielleicht weiß auch einfach ich nur zu wenig darüber. zwinker Das alles wird im Buch sehr anschaulich beschrieben. Vielleicht wäre das Buch als Film sehr gut geeignet. Dann geht alles etwas schneller und ist im Großen und Ganzen spannender. Das Buch ist meines Erachtens nicht schlecht, aber man hätte es auch etwas kürzen können, um mehr Spannung zu erzeugen. Zum Ende hin bekam ich dann das Gefühl, dass die Autorin schnell fertig werden möchte. Plötzlich geht alles sehr schnell und dann ist das Buch auch schon zu Ende.

Hier noch einmal das Interview der Autorin und einige Hintergrundinformationen.

Mel

Copyright liegt bei Melanie Döring. Zuwiderhandlung führt zu empfindlichen Strafen. Zur Nutzung einzelner Auszüge, fragen sie dies bitte an bei bookrecession@gmail.com an.

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Drama, Roman

5 Antworten zu “Afrikanischer Mond; Rita Maria Geitner

  1. karin

    Hallo Mel,

    netterweise hat der Verlag der Autorin ja einige Bücher Dir als Bloggerin geschenkt. Die Du wiederum netterweise in einer Verlosung hier auf Deinem Blog verlost hast und so bin ich dann auch in den Genuss einer Printausgabe gekommen.

    Herzlichen Dank an den Verlag und Dich hier noch mal.

    Ja, ich muss auch zugeben flüchtlingsmäßig habe ich da wenig Ahnung und da hat das Buch mir schon einiges gebracht. Denn es gab einiges an Infos. Gut fand ich auch, dass die Flucht zwar gefühlvoll, aber nicht unbedingt so den Anschein einer Tränendrüsenaktion hatte.

    Was Dir beim Wasser aufgefallen ist, ist bei mir der Kaffee gewesen. augenzwickern.
    Die zwei Handlungsstränge waren gut erzählt O.K. manchmal etwas arg Detail verliebt. Aber die Zusammenführung dann wieder sehr stimmig und wenn man sich die Wesensart der handelten Figuren vor Augen führt auch so passend. Mordfall, Flüchtsdrama, Schlepperbanden usw. hat gepasst.

    LG..Karin…

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  2. Pingback: Daggis Welt » Blog Archive » Daggis Buch-Challenge 2015 – das war der März

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