Graveminder; Melissa Marr

von Piper
ISBN: 978-3-492-26890-5

Eine kleine Stadt mit einem besonderen Geheimnis…

Wenn man in Claysville geboren wurde, kann man diesen Ort nicht mehr verlassen, oder man fühlt sich außerhalb nicht wohl, wird sogar richtig krank.
Byron ist der Sohn eines örtlichen Bestatters. Er versucht trotz aller Legenden, Claysville den Rücken zu kehren. Zunächst fühlt er sich zwar nicht krank, aber so richtig gut geht es ihm auch nicht. Erst als er die Stadtgrenze überquert, ist seine Ruhelosigkeit verschwunden.
Auch Rebekkah geht das so, als sie wieder in die Stadt zurückkehrt. Allerdings wurde sie dort nicht geboren, sie fühlt sich trotzdem sehr verbunden mit der Stadt, auch wenn sie das nicht zugeben würde. Leider zwingen sie besondere Umstände zu bleiben.

Seid gespannt wie es weitergeht und sich entwickelt.

Man hat zwischendrin das Gefühl, die Autorin hat einige Sachen einfach hinterher gekürzt. Es liest sich zwar sehr gut, aber ist auch recht sprunghaft. Zum Beispiel ist es merkwürdig, wenn plötzlich in einem Tagebuch gelesen wird, das vorher mit keiner Silbe erwähnt wurde. Oder, wenn man plötzlich mit einem Motorrad davon fährt, das eigentlich eben noch an einem ganz anderen Ort gestanden hat. Aber gut, damit muss man wohl leben. Das ganze Buch, obwohl es abgeschlossen ist, ist meiner Meinung nach auf eine Fortsetzung ausgelegt. Es gibt eigentlich kein richtiges Ende und bestimmte Fragen und Ereignisse bleiben einfach offen oder werden nicht erklärt. Am Anfang wird alles sehr ausführlich erzählt und plötzlich geht alle husch, husch. Sehr schade.

An sich ist es ein tolles Buch! Ich hoffe, Euch stören diese Kleinigkeiten nicht so sehr, wie mich. Ich musste immer mal wieder aufhören und nachsehen, ob irgendetwas vorher kurz erwähnt wurde oder so. Ansonsten kann ich es empfehlen, wenn ihr euch nicht so viele Gedanken zu einem Buch machen wollt und mal eben zwischendurch etwas Nettes lesen möchtet. Der Schreibstil ist sehr angenehm und man kann es zügig fertig lesen.

Mit den Figuren kam ich gut zurecht, auch wenn mich Rebekkah das eine oder andere Mal schon etwas genervt hat. So nach dem Motto: “ich liebe ihn, aber will es nicht zugeben”, oder Byron steht daneben und lässt es sich gefallen.
Byron ist mir sehr sympathisch. Leider verändert er sich etwas zu sehr, nachdem er von dem Geheimnis seiner Familie erfahren hat. Die Beziehung zwischen Rebekkah und Byron wird irgendwie auch nur angekratzt. Es bleibt dann zum Schluss immer die Frage: Wann sieht sie ein, dass sie ihn liebt und kann sich etwas daraus entwickeln? Oder ist alles zu sehr vorherbestimmt, als dass etwas Positives dabei herauskommen kann?

Diese und andere Fragen werden im Buch aber nicht richtig beantwortet, was ich ja oben schon erwähnte und sehr schade finde. Es könnte durchaus ein sehr gutes Buch sein, aber so ist es nur ein netter Zeitvertreib, der gut geschrieben ist, man aber nicht zu viel erwarten sollte.

Lasst Euch trotzdem entführen in eine Welt, die etwas anders ist, als unsere, und begleitet Rebekkah und Byron auf ihren Weg durch die Geheimnisse der Stadt und die ihrer eigenen Familien.

Bis zum nächsten Buch.
Mel

Copyright liegt bei Melanie Döring. Zuwiderhandlung führt zu empfindlichen Strafen. Zur Nutzung einzelner Auszüge, fragen sie dies bitte an bei bookrecession@gmail.com an.

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